PROJECTS

[Das Stück wird als GewinnerInnenstück der Autorentage im Sommer 2021 am Deutschen Theater uraufgeführt.


Die Inszenierung des CHK kommt voraussichtlich im Herbst 2021 zur Premiere.

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Was ist das Wetter vor euren Augen, meine Brüder? Wie
ist das Wetter vor den pechrabenschwarzen Toren eurer Seelen, wenn ihr wacht und wenn ihr schlaft? Seht ihr nicht, dass wir Teil des einen und selben Brandes sind, der uns füttert und auffrisst und entherzt? Warum singt ihr nicht?


- aus Jan L.s Tagebuch, 21.12.2010, Feldlager Kundus


Im Januar 2013 setzte sich der ehemalige Bundeswehrsoldat Jan L. [Name geändert] mitten im Paunsdorf Center in Brand. Im Abschiedsbrief erklärte er, dass er durch diesen Akt ein Zeichen setzen und eine neue Welt erschaffen wolle. Dieses Ereignis ist der Ausgangspunkt des Stückes, das zum Teil auf wahren Begebenheiten und Gesprächen basiert.

Es geht um Selbstmord, Parkplätze, Feuer, Produktplatzierung und Pizzabrot. Kindheit, gelbe Einfamilienhäuser, Nanu-Nana, Gruppentherapie. Es geht um die Verlorenen und die vielleicht irgendwie Wieder-zu-findenden. Es geht um Krieg und was der Krieg mit und aus uns macht. Es geht um die Auflösung einer Person und den Versuch einer anderen Person, einen Sinn in dieser Auflösung auszumachen.


1980er Jahrgang und Kinder verschiedener mittelgroßer und kleiner Städte des Ostens, haben Teile des Kollektivs einen Großteil ihrer Jugend auf Kaufland- parkplätzen und vor MacDonalds verbracht. Freunde und Bekannte sind abhanden gekommen. Wir suchen uns immer noch. Wir sind dieses Einkaufszentrum. Wir sind dieser Krieg.

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[SCHÖN IST ES AUCH ANDERSWO

erhielt lobende Erwähnung (17. Hörspielwettbewerb des Leipziger Hörspielsommers) 

zu Gast bei

WHAT A MESS / IT’S CUM EX (studio NAXOS/Frankfurt a.M.)

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O{uraufführung 2019}


Die Unterschiede in unserer heutigen Welt werden immer größer, die Gewalt nimmt zu, die staatlichen Gebilde werden wieder enger, die Grenzzäune höher. Wo und was ist die Utopie unserer Zeit? Wie kann ein Kollektiv aus unzähligen in sich geschlossenen Privatwelten entstehen, die sich oft aus kaum mehr als (halb)bewussten Begierden und Ängsten zusammensetzen? Sind wir noch fähig zu einer besseren Welt zu gelangen, vor allem da dies mittlerweile wohl die Voraussetzung für ein Weiterbestehen der Welt überhaupt sein könnte? Das Projekt soll sein, diese Fragen - für die wir auch keine Antworten haben - dem Publikum nahezulegen und gemeinsam weiterzudenken.


Ausgehend von der Fragestellung: WO IST DIE UTOPIE UNSERER ZEIT, entwickelte CHK 2018/19 ein interdisziplinäres dokumentarisches Hörstück an den Cammerspielen Leipzig, welches im Mai 2019 Premiere feierte.